Gelderland MVZ

Segnung und Einweihung der sanierten Wohngruppenhäuser des Erziehungsbereiches

20.02.2016
Festakt besiegelt Bauabschluss im Haus auf dem Wehrborn

Frisch saniertes Wohngruppenhaus.

ctt-Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer (rechts) überzeugte sich bei einem Hausrundgang von der Qualität der neuen Massivholzmöbel der Wohngruppenhäuser.

Aach. Nach insgesamt drei Jahren Bauzeit feierte das Haus auf dem Wehrborn am 19. Februar den offiziellen Abschluss der Sanierung des Erziehungsbereiches. Eröffnet wurde der Tag mit einem Festgottesdienst in der hauseigenen Kirche. Hauptzelebrant Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier, zitierte Schwester Maria Euphrasia Pelletier, Ordensgründerin der Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten und Mitbegründerin der Jugendhilfeeinrichtung, mit den Worten: „Tut alles mit Liebe und Ihr werdet staunen, wozu Ihr fähig seid!“ Dieser Leitspruch der Einrichtung sollte auch für diesen besonderen Anlass gelten. Fünf weitere Priester und Diakone gestalteten den Gottesdienst zusammen mit einigen Jugendlichen und Mitarbeitenden der Einrichtung. 

Der Kaufmännische Direktor Stefan Mathy und der Pädagogische Leiter Michael Fujishige begrüßten etwa 100 Gäste im neu gestalteten Begegnungszentrum des Wehrborns. Stefan Mathy, der die Baumaßnahme steuerte, bedankte sich für die große Geduld der Jugendlichen und Mitarbeitenden während der intensiven Bauarbeiten und berichtete: „Es war die komplexeste und umfassendste Maßnahme seit dem Neubau in den 1960er-Jahren“. Er lobte die Arbeit der beteiligten Firmen, denn sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Rahmen seien eingehalten worden. Dr. Günter Merschbächer, ctt-Geschäftsführer, zeigte sich stolz auf den Erfolg der rund 6 Millionen Euro hohen Investition und bezeichnete die neuen Räumlichkeiten, die jeweils für maximal neun Jugendliche und deren Betreuer konzipiert sind, als funktional und zeitgemäß. Vera Bers, Geschäftsführerin der Kinder- und Jugendhilfe der Marienhaus Stiftung, hob hervor, dass die neue Umgebung dem Anspruch der Kinder und Jugendlichen auf Schaffung eines Lebensraums, der zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung befähigt und gesellschaftliche, soziale sowie kulturelle Teilhabe fördert, in hohem Maße Rechnung tragen würde. Dr. Hans Wendtner, Vorstandsvorsitzender der Hildegard-Stiftung, betonte, dass das Haus auf dem Wehrborn ein Ort sei, an dem sich die Jugendlichen sicher, geschützt und verstanden fühlen können. 

Der renommierte Mainzer Wissenschaftler Professor Dr. Michael Macsenaere zeichnete den hohen Stellenwert der stationären Jugendhilfe in seinem Festvortrag nach. Nach einer Auswertung von mehr als 100 Studien sei deutlich geworden, dass die persönliche Situation bei der überwiegenden Mehrzahl der betreuten Jugendlichen dank der Erziehungshilfe am Ende deutlich besser sei als zu Anfang.

Im Anschluss an den Festakt fand die Segnung der neuen Häuser unter anderem durch den Pallottiner Pater Herbert Heuel mit Unterstützung der Jugendlichen statt. 

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