Jugendliche vom Wehrborn covern Song mit prominenter Unterstützung

01. Februar 2019   Von: Roxanne Hill

Aach. „Die schon wieder“ oder „die können doch sowieso nichts“ – Aussagen, die Jugendliche aus Heimen immer wieder zu hören bekommen. Genau diesem Klischee wollten vier Jugendliche vom Haus auf dem Wehrborn entgegentreten. Im Rahmen eines Abschlussprojektes zum Anerkennungsjahr von Roxanne Hill coverten die Mädchen gemeinsam mit ihrer Betreuerin das Lied „Wie schön du bist“ von Sarah Connor.

Mit prominenter Unterstützung von Jeremy Grube (bekannt aus der TV Serie Köln 50667, hauptberuflich Influencer und Songwriter), Annika Kron (hauptberuflich Vocalcoach, bekannt aus der Serie „The Voice of Germany), Oliver Lonien (Musikproduzent) und Rene Reisig (bekannt durch soziale Projekte in Trier) wurde der Song umgeschrieben und mit Klischees aufgeräumt.

„Besonders wichtig war uns, dass andere Menschen merken, dass wir was können, wir nicht die doofen Heimkinder sind und wir wieder mehr Anerkennung in der Gesellschaft bekommen“, sagt Michelle, eine Teilnehmerin des Projektes. Während der Projektzeit kamen die Mädchen oft an ihre Grenzen. Eine Achterbahn der Gefühle. Wer spricht schon gerne über seine Schwächen, über das, was andere von einem denken, geschweige denn über die nicht immer so schöne Vergangenheit? So wurde der Songtext für die Mädchen zur herausfordernden Aufgabe. Mit Unterstützung durch Jeremy Grube wurde am Songtext gefeilt und aus „Wie schön du bist“, wurde „Wisst ihr denn gar nicht,wie schön wir sind?“ Dieses Lied wurde anschließend mit der Kooperationspartnerin eingeübt und im Tonstudio von Oliver Lonien neu aufgenommen. Entstanden ist eine CD mit einem eigenen Cover der Mädchen und eigenem Song.

„Die CD soll den Mädchen immer wieder bewusst machen, dass sie genau so richtig sind, wie sie sind. Sie soll in schwierigen Zeiten helfen und die Mädchen immer wiederaufbauen“, so die Projektleiterin Roxanne Hill.„Das Projekt hat uns riesigen Spaß gemacht. Endlich konnten wir den Leuten draußen zeigen, was wir denken und hoffen auf mehr Verständnis“, sagt Teilnehmerin Celine. Auch der Projektleiterin Roxanne Hill bereitete das Projekt große Freude sowie tägliche Überraschungen. „Jeder, der Projekte mit Kindern oder Jugendlichen angeht, weiß, dass Motivation und Engagement, schnell abnehmen können. Bei diesem Projekt war jedoch alles anders. Die Mädchen arbeiteten von Tag zu Tag noch motivierter an ihrem Projekt, ließen Gefühle zu, sprachen über Vergangenes und reflektierten die Projektzeit nach jedem Treffen sehr konzentriert und ehrlich.“Schnell wurde klar, dass den Teilnehmern das Thema überaus wichtig war und sie nicht mehr nur die „Heimkinder“ sein wollten. Das Ziel, den Selbstwert des Einzelnen mit diesem schwierigen Thema zufördern, wurde bei allen Teilnehmern erreicht.

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Jugendhilfezentrum Haus auf dem Wehrborn

Auf dem Wehrborn
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